Behandlungsschwerpunkte – Paare

By , 31/10/2009 08:27

Beziehungskrisen

Krisen sind im Laufe einer Beziehung eigentlich nichts außerordentlich Ungewöhnliches. Sie sind Hinweisschilder, dass etwas nicht stimmt, bzew. dass etwas außer Gleichgewicht geraten ist und sie sagen und zwingen uns, etwas zu unternehmen, um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen. Wenn eine Krise jedoch chronisch ist, also fortwährend anhaltet und destruktive Verhaltensmuster verfroren sind, so blockiert dies den Wachstumsprozess einer Partnerschaft und die Betroffenen fühlen sich unzufrieden und elend.

Die Paartherapie dient somit der Bearbeitung akuter oder chronischer Konflikte in einer Paar- bzw. Zweierbeziehung. In der Therapie wird ein Rahmen geschaffen, in dem die Partner ihre verschiedenen Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen zum Ausdruck bringen und abklären können. Dies kann der Ausgangspunkt für einen Verständigungsprozess sein, in dem ein tieferes Verständnis der Partner für die Konfliktdynamik, die eigenen Anteile daran und die Persönlichkeit des jeweils anderen entsteht, so dass im Idealfall eine vertiefte seelische Beziehung mit mehr Flexibilität, Toleranz, Offenheit und Nähe ermöglicht wird. Dieser Prozess kann eine neue Basis für ein Leben miteinander (und nicht gegeneinander) entstehen lassen.

Trennungen und Scheidungen

Eine Trennung bedeutet für alle Beteiligten immer das Erleben eines schmerzhaften Verlustes. Sie ist eine große  emotionale Belastung und die Betroffenen reagieren mit starken Gefühlen der Trauer, wie Schmerz, Wut, Angst, dem Gefühl der Leere und der Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Schuldgefühlen.

Eine Psychotherapie kann dabei helfen, den erlebten Verlust zu verarbeiten, ein neues Gleichgewicht zu finden und neue Perspektiven der Zukunft zu öffnen. Vor allem die Mediation dient dazu, dass die Partner lernen miteinander zu verhandeln, gemeinsame Regeln bezüglich des Sorgerechts der Kinder aufzustellen und so destruktive Verhaltensweisen vermeiden.

Sexuelle Störungen

Bei allen sexuellen Störungen ist es wichtig, zuerst eine organische Ursache auszuschließen, bevor man sich in eine psychotherapeutische Behandlung begibt. Als Störung werden Ausprägungen des Sexualverhaltens bzw. des sexuellen Erlebens bezeichnet, die durch den Betroffenen selbst als „Störung“ empfunden werden. Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben ist ziemlich verbreitet und eher hoch. Am häufigsten verbreitet sind wenig oder gar keine Lust, Impotenz oder Orgasmusstörungen  (zu frühes Ejakulieren beim Mann, fehlender Orgasmus bei der Frau). Fast immer hängen sexuelle Störungen mit einer fehlenden oder nicht funktionierenden Kommunikation in der Partnerschaft zusammen. So können sexuelle Störungen eine direkte Folge von Paarkonflikten sein. Auf jeden Fall aber haben sie direkte Auswirkungen auf die Paarbeziehung.

In der Therapie werden fehlende Kommunikationsmuster wieder hergestellt und eine wahre Annäherung des Paares angestrebt. Zwischen den Sitzungen erhalten die Paare Hausaufgaben, um Gelerntes zu üben und neue Erfahrungen zu machen.

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